Erlenbach – Die Schüler der sechsten Klassen der Barbarossa-Mittelschule und der Mittelschule Wörth hatten letzten Donnerstag einen ganz besonderen Unterrichtstag: Gemeinsam mit einem lokalen Obstbauern Hr. J. Wiesmann stellten sie ihren eigenen Apfelsaft her. Schon früh am Morgen verwandelte sich der Pausenhof in eine kleine Mosterei.
Mit gespanntem Blick verfolgten die Kinder, wie Herr Wiesmann kurz die Bedeutung regionaler Landwirtschaft hervorhob und im Anschluss die drei Schritte der Apfelsaftherstellung erklärte. Anschließend durften die Schüler selbst Hand anlegen: Zuerst wurden die Äpfel in einem großen Becken gewaschen, dann zerkleinert und schließlich in einer Presse ausgequetscht. Trotz kühler Temperaturen packen die Schüler tatkräftig mit an. Unter viel Gelächter und Staunen floss der erste frisch gepresste Saft in einen großen Eimer.
„Es ist wichtig, dass Kinder sehen, wo Lebensmittel wirklich herkommen“, erklärte Herr Wiesmann. „Wer selbst mitarbeitet, entwickelt ein ganz anderes Bewusstsein für Qualität und Natur.“
Die Schüler waren begeistert. Einige waren überrascht, wie viele Äpfel man benötigt und wie viel Arbeit in einem einzigen Liter Saft steckt, andere konnten es kaum erwarten, das Ergebnis zu probieren. Beim abschließenden gemeinsamen Verkosten waren sich jedoch alle einig: Selbst gemachter Saft schmeckt eindeutig am besten.
Schulleiterin FrauSchiller, die Organisatorin dieses Projektes für den Schulverbund Mainbogen packte tatkräftig mit an und war – wie auch die Klassenlehrer/innen – sehr erfreut über die Aktion.
„Solche Projekte verbinden Lernen, Naturerfahrung und Teamarbeit. Das ist lebendiger Unterricht.“ Vielleicht soll der Apfelsaft-Projekttag künftig jedes Jahr stattfinden – ein Highlight, auf das sich die Schüler jetzt schon freuen können.
S. Weitz, L`in

