Vernissage in der Barbarossa-Mittelschule

„Kunst ist das Medium, um an den eigenen Stärken zu arbeiten“

Mosaikarbeiten verwandeln die Aula der Barbarossaschule in ein einladendes Gesamtkunstwerk

Ein Bericht von Herrn Dr. Heinz Linduschka.

Bei der Feierstunde konnten die Besucher das Gesamtkunstwerk in der Aula der neuen Barbarossaschule bewundern. Am Pult Christiane Leuner, die das Projekt geplant und geleitet hat.

Erlenbach. Es hat fast ein Jahr gedauert und verlangte Schülerinnen und Schülern, der Kunsttherapeutin und freien Künstlerin Christiane Leuner und der ganzen Schulfamilie einiges ab – aber jede Anstrengung hat sich gelohnt. Darin waren sich am frühen Donnerstagabend alle einig, als die Mosaikarbeiten in der Aula der neuen Barbarossaschule mit einer lebendigen und einfallsreichen Feierstunde offiziell der Schulfamilie übergeben wurden. Das Besondere: Unter der Gesamtleitung Leuners, mit technischer Unterstützung von Hand-werksfirmen und vor allem mit dem großen Einsatz von gut 30 Mädchen und Jungen aus der Klasse 8 a und der Praxisklasse ist aus dem großen Mosaik des Obernburger Künstlers Richard Reis von 1970 im Altbau eine Reihe von Kunstwerken entstanden, die in der Aula des Neubaus ein künstlerisches Gesamtkonzept sichtbar machen. Das bietet nach einhelliger Meinung ideale Voraussetzungen für eine positive Atmosphäre in der Mittelschule.

Bürgermeister Michael Berninger bekannte bei seiner Eröffnungsrede, dass dem Stadtrat und auch ihm die Entscheidung für den Neubau und gegen die Sanierung der erst 45 Jahre alten Barbarossaschule schwer gefallen ist. Umso wichtiger war es, dass mit der Übernahme und kreativen Verwandlung des Mosaiks die Kontinuität und die positive Tradition gewahrt und zugleich der ein künstlerisch überzeugender Neubeginn gesetzt wird. Rektor Michael Hren räumte ein, dass die Entscheidung für das Mosaik anfangs nicht bei allen Betroffenen begeistert aufgenommen wurde, das Ergebnis aber habe alle überzeugt. „Christiane Leuner kann Schülerinnen und Schüler begeistern“, lobte er und dankte auch der Stadt Erlenbach für ihr großes Engagement

Der Stolz war den Mädchen und Jungen der Klasse 8 a anzusehen, als sie aus der Hand von Christiane Leuner (links) ihr Zertifikat überreicht bekamen.

Die Künstlerin stellte zusammen mit Schülerinnen und Schülern die einzelnen Stufen des aufwändigen Kunst-prozesses dar – von der schwierigen Bergung des Mosaiks im Altbau über die Sichtung der noch nutzbaren Mosaiksteine, die von Leuner mit sehr viel Phantasie und zugleich mit penibler Planung für einen Gesamtentwurf genutzt wurden, der nun in der Aula zu bestaunen ist. „Kunst ist ein Medium, um an den eigenen Stärken zu arbeiten“, lautet das Credo Leuners, mit dem sie die Acht-und Neuntklässer in wochenlanger konzentrierter Zusammenarbeit sensibel und zugleich energisch zu den Ergebnissen führte, auf die heute in der Barbarossaschule jeder stolz ist.

Mädchen und Jungen aus der 8. und der 9. – einer P-Klasse – formulierten authentisch, was ihnen von ihrer Arbeit in Erinnerung geblieben ist: „Wir haben gemeinsam durchgehalten“, „Es wurde nie langweilig“, „Es war manchmal anstrengend, aber auch ganz toll“ und schließlich „Wir sind stolz auf das, was wir geschafft

haben“ lauteten einige Statements der14- bis 17-jährigen Mädchen und Jungen, unter ihnen auch einige Schüler, die erst seit einem oder zwei Jahren beispielsweise aus Syrien gekommen sind und heute in der Barbarossaschule eine neue schulische Heimat gefunden haben.

Die Besonderheit des Kunstprojekts: Es hat einen ganz starken berufspraktischen Aspekt. In den Worten Christiane Leuners: „Wir haben eine Baustelle simuliert.“ Für die jungen Künstler und Handwerker hieß das: Sie konnten und mussten Fähigkeiten einüben, die ihnen bei einer zukünftigen Lehrstelle zugutekommen werden: Teamwork, Sorgfalt, Pünktlichkeit, Durchhaltevermögen und Eigeninitiative. Genau das bekamen sie am Ende durch ein sorgfältiges und differenziertes Zertifikat Leuners bescheinigt, das ihnen bei ihrer Bewerbung nach dem Schulabschluss gute Dienste leisten kann.

Mit dem großen Mosaik im zweiten Obergeschoss rundeten Mädchen und Jungen der P-Klasse das Kunstprojekt in der Aula der Barbarossaschule ab. Rechts die Kursleiterin Christiane Leuner.

Dass Kreativität in der Barbarossaschule nicht nur bei der bildenden Kunst eine große Rolle spielt, bewiesen Mädchen und Jungen, als sie mit viel Begeisterung die Feierstunde unter der engagierten Leitung des Musiklehrers Johannes Kemmer umrahmten. Besonders eindrucksvoll: die intensive, ausdrucksvolle Stimme der 12-

jährigen Beria-Sezin Belen, die mit ihrem Vortrag eines Justin-Bieber-Songs in der neuen Aula für Begeisterungsstürme sorgte.

Ein Höhepunkt der kurzweiligen Feierstunde: Der Auftritt der zwölfjährigen Beria-Sezin Belen mit einem Justin-Bieber-Song, auf der Gitarre vom Musiklehrer Johannes Kemmer begleitet.

Bürgermeister Michael Berninger war voll des Lobes für die Arbeit von Christiane Leuner bei der künstlerischen Aus-gestaltung der Aula und überreichte ihr einen Blumenstrauß.

Unser Kooperationprojekt „PiZ“ mit der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenhilfe in Erlenbach

Unser "PiZ-Projekt" – Pflege ist unsere Zukunft (Bericht von Benedict Vogl)IMG_2909

Bereits im zweiten Jahr läuft das erfolgreiche Kooperationsprojekt zum Thema „Pflege ist Zukunft“ (PiZ). Kooperationspartner sind die Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe (BRK), die Barbarossa-Mittelschule, das Seniorenwohnstift in Erlenbach, die Tagesstätte Ursula Wiegand und die Caritas-Sozialstation in Erlenbach. Ziel des Projekts ist es, Vorurteile abzubauen und junge Menschen für ein abwechslungsreiches und zukunftssicheres Berufsfeld zu begeistern.

In den letzten zwei Jahren besuchten insgesamt sechs Klassen der 8. Jahrgangsstufen und der Praxisklasse die Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe (BFSA). Sie wurden dort intensiv von Auszubildenden der beiden Pflegeberufe betreut. So konnten die Mittelschüler mit einem Alterssimulator am eigenen Leibe erleben, wie es sich anfühlt in der Bewegungsfähigkeit und Wahrnehmung beeinträchtigt zu sein. Bei weiteren Workshops durften die Schüler einen Rohllstuhlparcours absolvieren, Biographiearbeit erleben, Blutzucker messen und vieles mehr.

Ebenso beeindruckend war für die Schüler ein Gespräch mit Bewohnern des benachbarten Seniorenwohnstifts.

Die Schüler der Mittlere-Reife-Klassen wurden in der eigenen Schule von den beiden Leiterinnen der Erlenbacher Pflegeinrichtungen Frau Schmidt und Frau Rüttiger über die Berufsfelder in der Altenpflege informiert. Sie wurden dabei von ihren Auszubildenden unterstützt.

Im gesamten Projektverlauf wird großer Wert auf das Peer-Learning (Lernen von Gleichaltrigen) gelegt. So bekommen die Schüler aus erster Hand einen Eindruck von der Ausbildung in einem Pflegeberuf.

Aus dieser Kooperation sind bereits einige Praktika hervorgegangen. Außerdem bewerben sich in diesem Schuljahr einige Schüler um einen Ausbildungsplatz an der BFSA. Alle Kooperationspartner sind positiv von der Resonanz des Projekts überrascht und freuen sich auf die weitere, sehr intensive Zusammenarbeit.

Aktion „Saubere Flur“

Auch in diesem Jahr fand die Aktion "Saubere Flur" in unserem Landkreis statt.

Bereits am Freitag, den 04. April 2014, machten sich die Schüler der Barbarossa Mittelschule auf den Weg, um das Gebiet rund um ihre Schule vom Abfall zu reinigen. 

Ausgerüstet mit Handschuhen und Mülltüten sammelten sie am Wegesrand und auf den Wiesen.

Den Schülern fiel dabei vor allem die große Menge des Mülls auf und sogar ein halbes Fahrrad konnten sie aus einem Gebüsch holen. 

So konnten alle Beteiligten sowohl einen wertvollen Beitrag zur Verschönerung unseres Ortes, als auch zum bewussten Umgang mit der Natur leisten.

Nach getaner Arbeit und einer Erfrischung, die die Stadt Erlenbach freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte, blieb bei den Schülern vor allem der Wunsch zurück, dass sie beim nächsten Mal weniger Müll finden würden.

saubere flur

 

TOOM-Baumarkt schenkt uns zwei Hochbeete mit Inhalt

TOOM-Baumarkt schenkt uns zwei Hochbeete mit Inhalt

Die Barbarossa-Mittelschule hat durch ein Preisausschreiben (Dank an Fr. Baumann) des TOOM-Baumarktes zwei große Hochbeete samt Inhalt gewonnen.

Heute hat ein Team des TOOM-Baumarktes die Hochbeete aufgestellt und mit Pflanzen befüllt. Als Zugabe gab es obendrein Pflanzenerde und Arbeitsgeräte.

Der Gewinn hat einen Wert von mehreren hundert Euro. Fr. Kühn-Rogalla sowie Helfer, Schüler der Schulgarten-AG und Lehrer waren begeistert.