Nordhof durch die Praxisklasse neu gestaltet

Die Praxisklasse der Barbarossa-Mittelschule hat in Projektarbeit den "Nordhof" als zusätzlichen Pausenhof hergerichtet. Lesen Sie hierzu den Bericht von Marco Burgemeister aus dem Main-Echo:

15.04.2016

Ort für Entspannung, Erholung und Miteinander

Feierstunde: Praxisklasse der Erlenbacher Barbarossa-Mittelschule hat Nordpausenhof gestaltet

Viele Sitzgelegenheiten und viel Grün: Der neue Nordpausenhof der Barbarossa-Mittelschule ist ein Platz der Erholung geworden. Am Mittwochmorgen wurde das Areal im Rahmen einer Feierstunde offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Die Idee die bisher ungenutzte Fläche zu einem Pausenhof umzugestalten, stammt von der Praxisklasse (Klassenleiterin: Alexandra Geßner). Der Plan wurde im Dezember vergangenen Jahres ausgearbeitet und in den Wochen und Monaten danach umgesetzt.
Beengte Verhältnisse
Hintergrund des Vorhabens war vor allem, dass durch die momentan laufenden Umbau- und Sanierungsarbeiten an der Schule und am bisherigen Pausenhof der Freiraum sehr beengt ist. Wie Schulleiter Michael Hren erklärte, mussten in jüngster Zeit – bedingt durch Zaunabsperrungen und Baufahrzeuge – viele Schüler die Pause in der Aula verbringen, da im Außenbereich zu wenig Platz war.
Da die Bauarbeiten noch eine Weile andauern werden, ist das nun neu »erschlossene« Außengelände an der Nordseite der Schule von großer Bedeutung. Es soll aber auch nach der Sanierung der Schule nutzbar bleiben.
Die Schüler der Praxisklasse haben im Technikunterricht die Sitzgelegenheiten aus Holz gebaut. Sie haben Unkraut und Moos entfernt und die Fläche gesäubert. Unterstützung gab es vom städtischen Bauhof, dessen Mitarbeiter die Büsche zurückschnitten haben.
»So sauber war unser Nordhof noch nie«, sagte Hren in seiner Ansprache zur offiziellen Eröffnung. Er freue sich, da der Nordpausenhof nun auch eine Erleichterung des Schulalltags darstelle und auf dem anderen Pausenhof für Entspannung sorge. Die neue Fläche dürften alle Schüler nutzen, nicht nur die der Praxisklasse.
Aktionen geplant
Wie deren Lehrerin Nicole Heisig informierte, sind für das Areal sogar verschiedene Aktionen wie eine Zirkus- und eine Cocktailwoche angedacht. Klassensprecher Emre Durukan informierte über ein »Lichthof-Lounge-Quiz«, das zur Eröffnungsfeier stattfand: Darin waren in Kreuzworträtsel-Form Fragen wie »Was glitzert in den Bäumen der Lichthof-Lounge?« oder »Aus welchem Material wurden die Sitzmöbel gebaut?« zu beantworten. Als Preise winkten USB-Sticks.
Aufgestellt war auch eine »Feedback-Box«, in die die Schüler Anregungen für die Hofgestaltung einwerfen konnten. Die Praxisklasse der Barbarossa-Mittelschule besuchen Schüler aus neun Kommunen des Landkreises im Alter von 15 bis 17 Jahren, die auf ihren Hauptschulabschluss hin arbeiten. Wie der Name der Klasse bereits andeutet, wird neben dem Unterricht auch großer Wert auf praktisches Arbeiten gelegt. Die Praxisklasse in Erlenbach ist einmalig im Landkreis und wird vom European Social Fund (ESF) gefördert. Marco Burgemeister

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Praxisklasse in der Johannes-de-la-Salle-Berufsschule

Seit mehreren Jahren pflegt die Barbarossa-Mittelschule eine enge Kooperation mit der Johannes-de-la-Salle-Berufsschule in Aschaffenburg, die Jugendliche beim Übergang von der Schule ins Berufsleben unterstützt. Am Freitag, den 13.03.2015, war es wieder soweit. Die Schülerinnen und Schüler der Praxisklasse sind am Morgen mit ihrer Sozialpädagogin Frau Nicole Heisig und mit Herrn Hren als zusätzliche Begleitung in die Johannes-de-la-Salle-Berufsschule gefahren. Dort verbringen die Jugendlichen momentan freitags ihren Praktikumstag. Durch die Kooperation beider Schulen ist es für unsere Schülerinnen und Schüler der Praxisklasse möglich geworden, die sogenannten Werkstatttage für die persönliche Berufsorientierung zu absolvieren. Das Ziel dabei ist, Berufsfelder wie z. B. Holztechnik, Metalltechnik oder Körperpflege näher kennenzulernen und auch selber handwerklich tätig zu werden. IMG_0064Die Mädchen der Praxisklasse durften in das Friseurhandwerk hineinschnuppern und an verschiedenen Modellköpfen arbeiten. Der Lehrraum ist dort wie ein Friseursalon eingerichtet. Es ging los mit Haare waschen und Locken eindrehen. Ausruhen und hinsetzen war nur in den kurzen Pausen möglich. Die Mädchen haben schnell gemerkt, wie anstrengend diese Tätigkeiten sein können, wenn man mehrere Stunden nur stehen muss und sich nicht nach Belieben ausruhen kann.IMG_0079

Die Buben haben in der Holzwerkstatt gearbeitet und unter anderem eine Holzverbindung in Form einer „Vierfachverplattung“ für einen Bilderrahmen angefertigt. Es wurde dabei gemessen, gesägt und mit Holzraspeln gefeilt. IMG_0073 (2)Ein Schüler interessiert sich für das Kfz-Handwerk und war in der Autowerkstatt. Dort stand das fachgerechte Ausbeulen von Dellen mit Spezialwerkzeug (Karosserie-Werkzeug) an einer Motorhaube auf dem Programm.

Alle Schülerinnen und Schüler waren durchweg mit großem Interessen und mit enormer Arbeitsfreude bei der Sache. Am Schluss des Werkstatttages war die einhellige Meinung aller Schüler, dass sich dieser Arbeitstag wieder richtig gelohnt hat und die Zeit unheimlich schnell vorüberging.