Am Dienstag, den 26.11.2019, besuchten die Klassen 7a und 7b der Barbarossa-Mittelschule im Rahmen der Unterrichtssequenz „Jugendliche im Rechtsstaat“ eine öffentliche Gerichtsverhandlung am Amtsgericht Obernburg.

Zunächst fuhren die beiden Klassen mit dem Zug nach Elsenfeld und legten den Rest der Strecke zu Fuß zurück. Vor dem Betreten des Gerichtssaals wurde jeder von einem Beamten durchsucht sowie die Taschen durchleuchtet.

Der Zuschauerbereich war durch beide Klassen komplett gefüllt. Neben der Richterin waren zwei Schöffen, die Angeklagte mit ihrem Anwalt, die Staatsanwältin, die Protokollantin anwesend. Da es sich um eine Verhandlung vor dem Jugendgericht handelte, waren auch eine Frau vom Jugendamt und die Bewährungshelferin anwesend.

Der Angeklagten wurde Betrug in mehreren Fällen vorgeworfen. Insgesamt handelte es sich um einen Schaden von über 1800 €. Während der Verhandlung wurde auch eine Zeugin befragt, dabei handelte es sich um eine Polizistin.  Nach Äußerungen der Angeklagten, deren Anwalt und Befragung durch die Staatsanwältin und Richterin durften die Frau vom Jugendamt und die Bewährungshelferin ihre Einschätzungen äußern. Danach zogen sich die Richterin und die Schöffen zur Urteilsfindung zurück.

Aufgrund der Schwere der Schuld bekam die Angeklagte über zwei Jahre Haft ohne Bewährung und wurde nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt.

Für die Schülerinnen und Schüler war es spannend zu sehen, wie eine Gerichtsverhandlung abläuft. Dadurch konnte sie auch durchgenommene Inhalte vertiefen und erlebten vor Ort, wie der Rechtsstaat funktioniert und welche Konsequenzen Straftaten haben können.

Besuch einer Gerichtsverhandlung der Klassen 7a und 7b